Das Leitbild

Was ist das Haus der Kulturen Lateinamerikas e.V. (HdKL)

Die Arbeit des 1999 als gemeinnütziger Verein gegründeten HdkL orientiert sich an den Grundsätzen zur Völkerverständigung. Der Verein wurde mit der Durchführung von Seminaren, Workshops, Konzerten, Lesungen und entwicklungspolitischer Informations- und Bildungsarbeit beauftragt.
Das HdkL finanziert sich aus öffentlichen Mitteln, durch Auftragsarbeiten zu Themen des globalen Lernens sowie aus privaten Spenden.
Das HdkL setzt seine Arbeit in Berlin über ein Netz von KooperationspartnerInnen um. Auf  lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene kooperiert HdkL mit Organisationen und Institutionen aus den Bereichen Entwicklungspolitik, Bildung, Umwelt, Soziales und Kultur, mit Netzwerken der Zivilgesellschaft und mit politischen HandlungsträgerInnen. Der Verein ist Mitglied im Migrationsrat des Berliner Senats.
Das HdkL führt selbst Projekte durch und stellt sein Know-How auch anderen Organisationen und Institutionen zur Verfügung.
Das HdkL will die Welt erfahrbar machen. Dabei soll bewusst gemacht werden, in welcher gegenseitigen Abhängigkeit alle Länder und Gesellschaften der Welt bei der Bewältigung sozialer, ökologischer und ökonomischer Probleme der Gegenwart und der nahen Zukunft zueinander stehen.
Das HdkL setzt sich für die Verringerung der Kluft zwischen Nord und Süd ein.               
Das HdkL kritisiert den neoliberalen Kurs in der Globalisierung und entwickelt Entwürfe, Perspektiven und Visionen für eine sozial gerechte, ökologisch nachhaltige, kulturell vielfältige und politisch partizipative Welt.
Das HdkL solidarisiert sich mit den von der derzeitigen Weltordnung Benachteiligten, also allen jenen, denen es an politischer Mitsprache, materiellen Ressourcen, kultureller Verwirklichung, Gleichberechtigung der Geschlechter, Bildung und Gesundheit mangelt. Wir zeigen strukturelle Ursachen für diese Ungleichheit auf.
Das HdkL ermöglicht Begegnungen zwischen Menschen aus unterschiedlichen kulturellen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Lebenswelten und trägt dazu bei, den Weg zu mehr Respekt, Akzeptanz und Wertschätzung zu bahnen.
Das HdkL bietet Raum für alle Menschen, die sich unter unser Motto: „Lokal Handeln – Global denken“ engagieren wollen.
Die Kernkompetenzen und zentralen Tätigkeitsfelder des HdkL liegen im Bereich

  • Völkerverständigung
  • der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit bzw. im Globalen Lernen,
  • im Einbringen von entwicklungspolitischen Inhalten und Anliegen in zivilgesellschaftliche Prozesse,
  • in der Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit sowie in der Erstellung von Lerneinheiten zu globalen Themen,
  • im Lobbying bei Völkerverständigung, entwicklungspolitisch und bildungspolitisch relevanten EntscheidungsträgerInnen für vom HdkL unterstützte Anliegen

Das HdkL informiert in Berlin, Deutschland und Lateinamerika zu Themen mit entwicklungspolitischer Relevanz und hinterfragt kritisch politische Entwicklungen, die das Ungleichgewicht in der Welt bewahren und vergrößern, sozial Schwache ausgrenzen und grundlegende Menschenrechte verletzen.
Das HdkL sieht es als seine Aufgabe, über Themen zu informieren, die in der Öffentlichkeit vernachlässigt oder verdrängt werden.

Das HdkL entwickelt dialogisch mit PartnerInnen aus Lateinamerika und aus der Zivilgesellschaft Lösungsansätze, Handlungsalternativen und Visionen für globale Gerechtigkeit.
Seit April 2005 arbeitet in Kindergärten, Horten und Schulen. Dieses Arbeitsfeld heißt  „Die Welt in kleinen Händen“. Dabei geht es vor allem um die Vermittlung interkultureller Kompetenz an Kinder.

Das HdkL leistet Beiträge zu Grundsatzdiskussionen, die für eine zukunftsfähige deutsche Lateinamerika-Politik notwendig sind. Die Strukturen von deutsch–lateinamerikanischen Beziehungen sollen für Interessierte transparent gemacht werden, um kritisches Bewusstsein und politische Handlungsfähigkeit zu stärken. Zusammenhänge zwischen globalen, nationalen, regionalen und lokalen Wirkungsmechanismen werden sichtbar gemacht, neue Perspektiven werden aufgezeigt.

Die Arbeit des HdkL basiert auf den Erfahrungen vieler Jahre. Wir verstehen uns als lernende Organisation. Zur Qualitätssicherung tragen wissenschaftliche Vertiefung, Evaluation, Selbstreflexion sowie Aus- und Weiterbildung bei.
Vorhandenes Wissen soll gesichert und weiter ausgebaut werden. Die Intensivierung von Kontakten mit Ländern Lateinamerikas und der Karibik, Aktualisierung von Daten und Informationen und die Anwendung von neuen und experimentellen Methoden tragen dazu bei.

Faire Arbeitsbedingungen sind uns nicht nur weltweit, sondern auch innerhalb des Betriebes ein Anliegen. Es ist uns wichtig, Honorarkräfte, PraktikantInnen,und andere Ehrenamtliche gut zu betreuen, in unser Team zu integrieren und als MitarbeiterInnen wertzuschätzen.

Die Arbeit des HdkL erfordert ein Team von MitarbeiterInnen aus unterschiedlichen kulturellen und sozialen Kontexten.

In der Arbeit des HdkL soll es Freiraum für Visionen und ihre Umsetzung geben. Alle professionellen und nicht professionellen Lateinamerikaner_innen sollen diese Chance nutzen. Durch Synergieeffekte wird das Lernen voneinander gefördert.